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26. August 2026

Fruchtsäurepeeling – die richtige Säure für Ihre Haut

Fruchtsäurepeeling: Serumflasche mit Pipette, Orange, Zitrone und Weintrauben auf hellem Leinen

Mandelic, Glykolsäure, Milchsäure und Ferulasäure im Vergleich: Welche Säure passt zu Ihrem Hauttyp und wie bereiten Sie sich richtig vor?

Warum Fruchtsäuren wirken

Chemische Peelings sind eines der effektivsten Werkzeuge der modernen Kosmetik, um das Hautbild zu verfeinern, Unreinheiten zu mildern und Zeichen der Hautalterung zu reduzieren. Sie lösen die Verbindungen zwischen den abgestorbenen Zellen der Hornschicht und regen gleichzeitig die Zellerneuerung in der Tiefe an. Die Wahl des richtigen Säuretyps richtet sich nach Ihrem Hauttyp, Ihren Bedürfnissen und der gewünschten Intensität.

Mandelic Acid – Kwas migdałowy

Mandelic Acid, auch als Mandelsäure bekannt, gehört zu den Alpha-Hydroxysäuren (AHA). Aufgrund ihrer relativ großen Molekülgröße dringt sie nicht tief in die Haut ein und ist daher besonders mild. Sie eignet sich hervorragend für Einsteiger in die Welt der chemischen Peelings.

Die Mandelsäure befeuchtet die Haut, schält sanft ab, erfrischt das Hautbild und stimuliert die Produktion von Kollagen und Elastin. In der Fachliteratur werden Konzentrationen von bis zu 70 % erwähnt, doch jede Behandlung sollte mit 10–20 % beginnen, um die Haut vorzubereiten und Reaktionen zu testen. Bei regelmäßiger Anwendung kann die Tiefe von Narben verringert, die Talgproduktion reguliert und die Akne gemildert werden. Da sie die Haut kaum reizt, ist Mandelsäure auch für empfindliche Hauttypen gut geeignet und kann ganzjährig eingesetzt werden.

Lactic Acid – Kwas mlekowy

Lactic Acid, die Milchsäure, ist eine weitere sehr sichere AHA. Sie wird von Milchsäurebakterien (Lactobacillus) auf unserer Haut gebildet und hilft, den richtigen pH-Wert der Haut (ca. 5) aufrechtzuerhalten. So schützt sie uns vor bakteriellen und pilzbedingten Infektionen.

In der Kosmetik wird Milchsäure vor allem zur Feuchtigkeitsversorgung eingesetzt. Sie ist ein Hauptbestandteil des natürlichen Feuchtigkeitsfaktors (NMF) unserer Haut, wo ihre Konzentration etwa 12 % des gesamten NMF ausmacht. Außerdem fördert sie die Produktion von Ceramiden. In höheren Konzentrationen (10–50 %) wirkt sie als Peeling: Sie blockiert den Zellzyklus und regt die kontrollierte Abstoßung abgestorbener Zellen an, wodurch Hyperpigmentierung gemildert wird. Milchsäure ist besonders für reife, trockene Haut mit Pigmentflecken geeignet.

Glycolic Acid – Kwas glikolowy

Glycolic Acid, die Glykolsäure, ist die AHA mit der kleinsten Molekülgröße und dringt daher tiefer als andere Fruchtsäuren ein. Sie kann die Haut stärker reizen und benötigt einige Tage zur Regeneration. Gleichzeitig ist sie besonders leistungsstark.

Glykolsäure verringert die Haftung der Korneozyten im Stratum corneum und führt zu einer gleichmäßigen Abschuppung. Durch ihre Bindung an Lipidstrukturen besitzt sie zusätzlich feuchtigkeitsspendende Eigenschaften. Sie stimuliert Fibroblasten zur vermehrten Produktion von Kollagen und Elastin, was Falten reduziert und die Elastizität verbessert.

Bei 15 % wirkt sie als sehr mildes Peeling mit starker Feuchtigkeitswirkung. Bei 20–30 % ist sie ein intensives Peeling mit zusätzlicher Hydratation. In 50–70 % löst sie stark ab, aktiviert regenerative Prozesse und Kollagenproduktion und kann zur Reduktion von Narben eingesetzt werden. Besonders gut geeignet für trockene Haut, profitieren aber auch fettige Hauttypen durch verfeinerte Poren und regulierte Talgproduktion.

Ferulic Acid – Kwas ferulowy

Ferulic Acid, die Ferulasäure, ist eine organische Säure aus der Gruppe der Hydroxyzimtsäuren. Sie besitzt starke Anti-Aging-Eigenschaften und wirkt als Antioxidans, indem sie die Haut vor UV-Strahlung schützt. Besonders geeignet ist sie für reife und sehr empfindliche Haut.

Aufgrund ihrer molekularen Ähnlichkeit zu Tyrosin kann Ferulasäure auch bei der Bekämpfung von Hyperpigmentierung unterstützen. Meist wird sie als Peeling in einer Konzentration von 10–12 % verwendet.

Welche Säure passt zu welchem Hauttyp?

Nicht jede Säure ist für jeden Hauttyp gleich gut geeignet. Eine orientierende Übersicht:

  • Trockene Haut: Milchsäure, Mandelsäure, Lactobionsäure, Gluconolacton, Glykolsäure
  • Fettige Haut & Akne: Salicylsäure, Glykolsäure, Pyruvinsäure, Azelainsäure
  • Reife Haut mit Falten: Ferulasäure, Lactobionsäure, Gluconolacton, Retinoinsäure, Pyruvinsäure, Milchsäure
  • Empfindliche Haut & Couperose: Lactobionsäure, Gluconolacton, Mandelsäure
  • Hyperpigmentierung: Ferulasäure, Ascorbinsäure, Azelainsäure, Mandelsäure, Glykolsäure

Vor der Behandlung: Kontraindikationen und Vorbereitung

Vor einer Behandlung mit chemischen Peelings sollten einige Punkte beachtet werden. Kontraindikationen sind bakterielle, pilzliche und virale Erkrankungen der Haut (sichtbarer Herpes), Schwangerschaft, Hautentzündungen, schwere Akne, Fieber, Diabetes, eine laufende Retinoid-Behandlung und Krebs.

Damit die Säure gleichmäßig und sicher wirken kann, sollte die Haut vorbehandelt werden. Zwei bis vier Wochen vor dem Peeling ist weniger UV-Licht ratsam. Manche Peelings erfordern eine Vorbereitung mit niedrig konzentrierten Retinoiden (0,025–0,05 %), beispielsweise Tretinoin, damit die Säure leichter und tiefer eindringen kann.

Nach der Behandlung

Nach den meisten Säurebehandlungen sollten Sie mindestens vier Wochen direkte Sonne meiden und konsequent UV-Schutz verwenden. Direkt nach der Behandlung sollten Sie für einige Tage auf Fitnessstudio und Make-up verzichten. Je nach Säuretyp können chemische Peelings alle 14 bis 28 Tage wiederholt werden. Eine professionelle Beratung ist entscheidend, um Konzentration und Behandlungsrhythmus individuell auf Ihre Haut abzustimmen.

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